Käptn Peng & die Tentakel von Delphi Liedtext

Käptn Peng & die Tentakel von Delphi Gelernt Liedtext

Du hast gelernt zu schauen, was die ander’n brauchen,

Ihre Bedürnisse zu kennen, alle ihre Launen,

Zu bestätigen, woran sie glauben

Du hast gelernt zu flüstern, während and’re fauchen

Du gehörtest zu den Schlauen,

Die nie viel sagen, aber sehr viel staunen

War jemand traurig, fingst du an ihn aufzubauen

Du wurdest beliebt, du begannst ihnen zu trauen

Du hast gelernt zu geben, um etwas zu kriegen,

Weil alle ja die Gebenden so lieben

Du hast gelernt, als Frau hast du nett auszusehen,

In Kleidern rauszugehen und dich niemals aufzulehnen,

Denn wer nett ist, der wird meistens nett behandelt,

Doch nett hat sich schon immer schnell in Scheiße verwandelt

Du wirst gemocht, kriegst den Mann, machst ein Kind,

Doch dein Kopf bleibt leer und dein Herz bleibt blind

Du machst dir Vorwürfe, warum du nicht glücklich bist,

Und glaubst noch immer, die Gesellschaft unterdrückt dich, nicht?

Du suchst nach Wärme, willst ihre Liebe binden,

Doch durch dieses Binden wirst du wahre Liebe niemals finden

Du gibst und gibst, darauf bist du stolz,

Doch dieser Stolz ist wie faulendes Holz

In einem Haus, welches dir lächelnd verspricht,

Dass es dich beschützt, während es über dir zusammenbricht

Du triffst einen Jungen, es hätte fast gefunkt,

Doch Heidi Klum hat leider zu viel Scheiße in dein Herz gepumpt,

Denn du schämst dich für das, was du bist,

Doch das, was du bist, ist das, was du vermisst,

Denn du bist die wichtigste Person, die du je treffen wirst,

Der einzige Mensch, der dich jemals retten wird

Also hör auf, deinen Körper zu verschandeln

Du willst Leuten gefallen, die dich scheiße behandeln

Und du bedankst dich noch dafür, dass dich jemand sieht?

Sowas braucht ein Mensch, der ständig vor sich selber flieht

Sie füttern dich mit einem Bild von der Welt,

Bis du es irgendwann selbst für die Wirklichkeit hältst,

Weil du zu feige bist, selber zu fühlen,

Selber zu denken und dich selber zu spüren

Du suchst Bestätigung und zahlst jeden Preis

Ich seh Kinder auf Plakaten, die so kalt sind wie Eis

Wir sind ein Wunder, doch behandeln uns wie ein Produkt

Und sind enttäuscht, weil jeder nur auf uns’re Packung guckt

Wir verarschen uns selbst für den Applaus

Wir haben dem Teufel unser Lachen verkauft

Und du redest deinem Körper ein, er wär‘ nicht perfekt

Er kann Leben gebären, habe ein bisschen Respekt

Vor dir selbst, deine Seele hat Hunger

Du bewohnst ein atmendes Wunder

Und was du brauchst wird dir niemand geben

Wer du bist, kann dir nie jemand nehmen

Und was du suchst, wird dir nie jemand zeigen

Und was du glaubst, wird dir niemand beweisen,

Denn was wir sind, hat noch niemand verstanden

Und was du fühlst, passt in keinen Gedanken

Und wer du bist, wirst du niemals ergründen,

Wenn du nur tust, was sich andere wünschen