Herbert Grönemeyer Liedtext

Herbert Grönemeyer Flüsternde Zeit Liedtext

Wir liegen im Streit

Mit Machtgefühl und Ehrgeiz.

Regierungen kommen und geh’n,

Das Volk muss den Karren zieh’n.

Ihr habt uns nicht verdient!

Ihr steht auf der Bremse –

Wir wollen die Wende.

Wir sind zum großen Wurf bereit –

Ihr vergeudet unsere Zeit,

Dabei seid ihr nur ausgelieh’n!

Der Sommer war groß,

Das Wetter überreif,

Aber ihr ohne Ideen im Abseits.

Ihr spielt nur zum Schein,

Lasst uns hinten allein.

Für euren Vertrag fällt euch zu wenig ein

In einer flüsternden, flüsternden Zeit!

Wir sitzen auf dem Sofa,

Wir werden nur dösig und doof da.

Wir strotzen vor Elan

Und verkümmern auf der Bank.

Gewinnen kann nur, wer was riskiert!

Ihr steht zu weit vom Mann entfernt.

Wo habt ihr kämpfen gelernt?

Wer nichts falsch macht, kann auch verlier’n.

Der Sommer war groß,

Das Wetter gut heiß,

Aber ihr – ohne Plan weit und breit!

Ihr spielt mehr harmlos als schlecht.

Der Gegner kommt über rechts.

Für euren Ruf fällt euch sehr wenig ein

In einer flüsternden, flüsternden Zeit!

Flüsternde Zeit…

Wir wollen keinen Riss durch das eigene Land,

Keinen Virus, eingenistet im Verstand.

Wir wollen hier kein „Wir“ und kein „Die“,

Keine Schritte im Flur und keinen aufrechten Gang,

(Kein Wegdrehen, Ignorieren)

Rechten Gang!

Der Sommer war groß,

Das Wetter überreif

Aber ihr – rennt ohne Plan ins Abseits,

Spielt mehr harmlos als schlecht!

Der Gegner kommt über rechts!

Für euren Beruf fällt euch sehr wenig ein

In einer flüsternden, flüsternden Zeit!

Oh! Der Sommer war groß,

Das Wetter richtig und heiß,

Aber ihr – ohne Ideen weit und breit!

Ihr passt nur zurück –

Im Angriff liegt das Glück.

Wir brauchen keine Herumtändelei!

Oh! Der Sommer war groß

Das Wetter gut heiß

Aber ihr – steht weit im Abseits.

Wenn eure Stunde schlägt,

Ist es zu spät,

Weil ihr habt euch zu wenig bewegt,

Ihr habt uns zu wenig bewegt,

Zu wenig bewegt.