Herbert Grönemeyer Liedtext

Herbert Grönemeyer Auf dem Feld Liedtext

Ich habe Liebe gelernt.

Ihr habt mich weit entfernt.

Bin nicht in Euren Augen,

Raus aus Eurem Sinn,

Kämpf‘ einen schrägen Krieg.

Steck‘ in einem tiefen Schacht.

Keiner weint mir Tränen nach.

Es fehlt mir an Vertrauen.

Es geht nicht um’s Gewinnen,

Nur um einen schalen Sieg

Und noch um mein schmales Ich.

Tanzt das gold’ne Kalb!

Lasst die Schultern kalt!

Zieht Eure Pläne durch,

Die Fenster zu!

Steppt den schicken Schuh!

Singt ein Lied dazu,

Weil glücklich ist nur der,

Der auch vergisst!

Ich bin mein Tagebuch,

Zu Hause für nichts gut,

Stehe auf der Mine,

Schlafe auf dem Feld,

Und kein Heim tut weh,

Weil’s mich übergeht.

Tanzt das goldene Kalb!

Lasst die Schultern kalt!

Zieht Eure Pläne durch,

Die Fenster zu!

Steppt den schicken Schuh!

Singt ein Lied dazu,

Weil glücklich ist nur der,

Der auch vergisst!

Sprech‘ Monologe,

Lege Worte für mich ein,

Bekämpfe stille Wut und Zweifel mit leerem Mut,

Lieg‘ in meinen Ängsten, in meiner Treue, meinem Revier.

Ich vertrete eine vage Idee und verzehr‘ mich hier.

Tanzt das goldene Kalb!

Brecht mir hier den Hals!

Zieht Eure Pläne durch,

Die Fenster zu!

Steppt den schicken Schuh

Und singt ein Lied dazu,

Weil glücklich ist nur der,

Der auch vergisst!

Darum tanzt das goldene Kalb!

Es wird härter bald,

Es wird nichts geschenkt,

Und es wird eng.

Was Dich nicht betrifft,

Ist nur Gift für Dich,

Denn glücklich ist nur der,

Der vergisst.

Denn glücklich ist nur der,

Der vergisst.