Fettes Brot Liedtext

Fettes Brot Die meisten meiner Feinde Liedtext

Dies hier ist ein Lied über [die meisten meiner Feinde]

und davon gab es einige in unserer kleinen Gemeinde

alles so Typen bei denen ich nicht grade beliebt war

ganz besonders der eine hatte mich auf dem Kieker

ich versuchte stets dem Problem aus dem Weg zu gehn

aber diesmal hatte ich ihn wohl zu spät gesehn

es dauert ne Weile bis ich das begreife

Zack gab’s eine astreine Backpfeife

ach Scheisse! Ich nahm die Beine in die Hand

bin den halben Heimweg gerannt

jetzt bloß nicht zu weinen anfangen

bis er auf einmal wieder vor mir stand

mein Feind und ich im strömenden Regen

in irgendeinem schöneren Leben hätt’ es hier eine Versöhnung gegeben

aber deinen Namen den vergess’ ich nie

Mike du weißt schon wie!

es ist 1989 [Rap rettete mich]

und endlich hatte ich das Gefühl die Zeiten besserten sich

De La Soul waren in der Stadt und noch lächelte ich

doch gerade deshalb hätte ich nach der Show fast in die Fresse gekriegt

da waren sie wieder [die meisten meiner Feinde]

nur diesmal war ich Gott sei dank nicht alleine

wir sind die Poetz of Peeze

unser Flow is noch mies

aber die Hosen hängen tief wie bei den grossen MCs

ey yo, ich hatte meine eigene Hip Hop Band

wir rockten jede Jam wie die Bekloppten

dabei immer fleissig auf der Suche nach Gleichgesinnten

die standen meistens weiter hinten

warn gar nicht so leicht zu finden

leider war nämlich Grinsen verboten

und wir waren nur dämliche Provinzidioten

zu dieser Zeit dachte ich oft an meinen ersten Feind

[not enough MCs, too many Mikes]

[too many Mics]

aus Poetz wurde Fettes und aus Peeze wurde Brot

klar ist der Name bescheuert aber wir liessen ihn so

denn alles ging jetzt ziemlich schnell

und zwar nach oben wie jeder weiss

der vielleicht tollste Job der Welt

im sympathischen Kollegenkreis

ich kann tun was mir gefällt und krieg dafür auch noch Geld

ist ja eigentlich ganz egal, was n andrer davon hält

ey Martin, da disst dich, irgend so ein Superarsch

sag mal das ist ja – genau!

der Co-Rapper von Walkin Large!

der hat mir auf Tour doch noch sein Demo vorgespielt

von dem ich nur im Ohr behielt

dass alle seinen Schwanz lutschen sollen

na ja, ich fands nich so doll, jetzt ist er wohl beleidigt

nimmt den Mund ganz schön voll, das stinkt mir echt gewaltig

ich hatte Rachephantasien für die ich Gefängnis verdien

aber Dicker – ich hab dir längst verziehn

[die meisten meiner Feinde] könnten meine Freunde sein

nur [die meisten meiner Feinde] halten nix von solchen Träumereien

[alle sind der Meinung] [eigentlich ist es Wahnsinn Lieder wie diese rauszubringen]

[Alter jetzt bist du dran] [früher war vieles Spaß heute nehmen ’s viele Ernst]

[frage mich wo soll das enden] [wir glaubten so stark an die Hip Hop Kultur]

[ohne Hass, ohne Stress, ohne Schlägereien] [falls du weisst was ich mein]

[die meisten meiner Feinde] sitzen Montagabend alle bei Beckmann

Mike, Kuddel und die andern alle heftig am lästern

sie sagen dass ich überhaupt nicht rappen kann

und Reinhold bietet seinen Gästen Sekt an

ich werd wieder wach und seh mein wahres Problem

dass die ganzen Typen da mich gar nicht erwähn

bin nicht mal mehr in der Liste der wackesten 10

doch ich bemerke wie ich mich danach sehn

alle dissen sich jetzt öffentlich mit Morddrohungen auf MTV

und wird der erste Rapper erschossen bin ich mir sicher das senden die

live aus Berlin die Beerdigung im Hip Hop Mausoleum

und rechtzeitig zu Weihnachten dann die fette Auferstehung

[die meisten meiner Feinde] machen sich kalt, werden abgeknallt

alle Rapper links und rechts von mir explodieren

doch stirbt die ganze Konkurrenz heisst das in letzter Konsequenz

übrig bleibt nur einer und zwar haha ich wills nicht sagen, Kuddel

sing es für mich

[Dokter Renz Dokter Renz]

[hätte jemand über mich sowas gesagt was ich über ihn gesagt hab so weisst du dann hätt ich genauso reagiert.]