Ferdinand der Sänger In der Schänke (Hiemali tempore, Carmina burana) Liedtext

Wenn zur kalten Winterszeit

ringsum die Wiesen sind verschneit,

läuft jeder in die Schänke.

Dort ist warm, dort trifft man sich,

sitzt Freund und Freund am gleichen Tisch,

der Wirt schenkt aus Getränke.

Und nach einem warmen Schmaus

will man ein Spielchen wagen.

Würfel her und Wein noch mehr,

lasst uns nicht verzagen.

Hei, da geht’s um Gut und Geld,

da singt man froh und heiter.

Und der Becher bis zum Rand

kreist froh und munter weiter.

Wer gewinnt, der hat das Glück,

dem lacht Fortuna hier ein Stück,

doch kann es auch passieren,

dass wer zu viel einmal wagt

sich am Ende selbst beklagt,

denn er kann verlieren

Beutel, Wams, Hemd und Haar,

ja so kann es kommen.

Wie’s gegeben eben war,

ist es nun zerronnen.

Tritt er aus der Schänke raus,

entledigt seiner Habe,

wartet der Chaldäer draus‘,

reicht ihm den Bettelstabe.