Die Streuner Liedtext

Die Streuner German Folk – Des Geyers schwarzer Haufen Liedtext

Wir sind des Geyers schwarzer Haufen, heia hoho,

und wollen mit Tyrannen raufen, heia hoho.

Refrain: Spieß voran, drauf und dran,

setzt auf’s Klosterdach den roten Hahn!

Wir wollens dem Herrn im Himmel klagen, kyrieleys,

daß wir den Pfaffen nicht dürfen totschlagen, kyrieleys.

Uns führt der Florian Geyer an, trotz Acht und Bann,

den Bundschuh führt er in der Fahn‘,

hat Helm und Harnisch an.

Als Adam grub und Eva spann, kyrieleys,

wo war denn da der Edelmann? kyrieleys.

Des Edelmannes Kindelein, heia hoho,

das schicken wir in die Höll’ hinein, heia hoho.

Des Edelmannes Töchterlein, heia hoho,

soll heute uns’re Buhle sein, heia hoho.

Nun gilt es Schloß, Abtei und Stift, heia hoho,

uns gilt nichts als die Heil’ge Schrift, heia hoho.

Das Reich und der Kaiser hören uns nicht, heia hoho,

wir halten selber das Gericht, heia hoho.

Ein gleich’ Gesetz das wollen wir han’, heia hoho,

vom Fürsten bis zum Bauersmann, heia hoho.

Wir woll’n nicht länger sein ein Knecht, heia hoho,

Leibeigen, frönig, ohne Recht, heia hoho.

Bei Weinsberg setzt es Brand und Stank, heia hoho,

gar mancher über die Klinge sprang, heia hoho.

Sie schlugen uns mit Prügeln platt, heia hoho,

und machten uns mit Hunger satt, heia hoho.

Geschlagen ziehen wir nach Haus, heia hoho,

uns’re Enkel fechten’s besser aus, heia hoho.