Annett Louisan Liedtext

Annett Louisan Ronny und Johnny Liedtext

Mir ist schwindlig und ich wanke,

Bin erst nachmittags – na, danke! –

Aufgewacht –

Schicht im Schacht.

Meine Schwester namens Johnny

Ritt ein böses kleines Pony

Gestern Nacht.

Hab’n wir gelacht!

Johnny trank ’n Schluck Terpentin aus der Dose,

Und dann war sie auf und davon,

Und von ihr übrig wie ’ne Metamorphose

Steht ’n Schluck Wasser namens Ron.

Ronny und Johnny,

Was kost’t die Welt?

Die eine gibt aus,

Was die and’re bestellt.

Die eine verspricht,

Was die and’re nicht hält.

Beide sind sie meine Schwestern,

Und das auch nicht erst seit gestern,

Ich kenn‘ mein Blut

Nur zu gut.

Sie gehören zueinander

Wie der Feuersalamander

Und die Glut,

n‘ alter Hut.

Die eine kriegt, was die andre sollte,

Nämlich nur vor den Bug,

Und die andre immer sofort, was sie wollte,

Nämlich nie genug.

Ronny und Johnny

Was kost’t die Welt?

Die eine gibt aus,

Was die and’re bestellt.

Die eine hebt ab,

Wo die andere fällt.

Ronny und Johnny

Jekyll und Hyde

nur leider niemals

zur selben Zeit

Johnny sagte „Klar,

Ich will die ganze Welt und zwar

Auf der Stelle! Ja,

Nach mir die Sintflut, wunderbar!“

Und Ronnys Regen

Nichts als das große Fegen

Wegen Johnny’s Kick, und der heißt

„Scherben bringen Glück“.

Ronny und Johnny,

Was kost’t die Welt?

Die eine gibt aus,

Was die and’re bestellt.

Die eine macht schön,

Was die and’re entstellt.

Ronny und Johnny

Mit ihrem Latein,

Die eine zu lieb

Wie die and’re gemein.